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12-Volt Aussenbordmotor (125 Watt) mit 20-24 Volt betreibbar ?

Dieses Thema im Forum "Motoren" wurde erstellt von rolfw, 29.08.2019.

  1. rolfw

    rolfw

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    Für meinen Eigenbau-Katamaran (Foto) benutze ich zwei E-Aussenbordmotore, die mit je einem Bleigelakku 12 Volt 17 Ah betrieben werden. Da ich vier solcher Akkus auf der Fahrt mitnehme, könnte ich - wenn die Kapazitäten gering geworden sind - zwei der Akkus hintereinander schalten und den Motor dann mit 24 Volt (oder eben weniger) nochmals in Schwung zu bringen. Die Motoren sind im Wasser (Kühleffekt). Es handelt sich um einfache Bürstenmotoren (zwei Kohlen) ohne irgendwelche Elektronischen Schaltteile. Verkraften meine Motoren nach allgemeiner Erfahrung die erhöhte Spannung ?
    Danke im Voraus für Ihre Antwort.
     
  2. JKL

    JKL

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    Die Leistung wird dabei um den Faktor 4 größer und den Akkus wird die Tiefenendladung auch nicht gut tun.

    Das Risiko würde ich nicht eingehen.
    Ich denke, im schlimsten Fall hast du 4 defekte Akkus und einen kaputten Motor.
    ;)
     
  3. rolfw

    rolfw

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    Danke für den Ratschlag.
    Was wäre, wenn ich je 2 Akkus parallel schalte ? Oder gibt es dann einen Entleerungsstrom vom volleren Akku zum weniger vollen Akku ?
     
  4. JKL

    JKL

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    Parallel ist für Akkus immer besser.
    Ich würde an deiner Stelle 3 (volle) Akkus parallel schalten und den letzten als "Reserve Tank" nutzen.
     
    Gael gefällt das.
  5. rolfw

    rolfw

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    nochmals vielen Dank.
     
  6. Gael

    Gael

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    +1 für JKL. Bleibatterien sind sehr empfindlich was Tiefentladung angeht.

    Wenn die Batterien parallel laufen, sinkt die Spannung weniger unter Last, so dass du noch mit leer Batterien nicht zu langsam wird.

    Die Gleichstrom-motoren können bestimmt mit 24V (aus zwei leere Bleibatterien) laufen. Solchen Motoren sind in der Regel sehr robust. Allerdings kannst du gleich die Batterien danach entsorgen.
     
  7. rolfw

    rolfw

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    Danke Gael,
    ich überlege, ob ich ein 100 Watt Paneel zu Hilfe nehme, um die 2 leeren oder halbleeren Akkus aufzuladen, während ich mit den 2 anderen fahre.
    Da wir 4 bis 6 Stunden mit dem Boot unterwegs sind (einschl. der Pausen für Strandcafes) könnte sich das lohnen.
    Bei guter Sonne könnte das Paneel wohl um die 5 Ampere pro Stunde liefern, also in 3 Stunden ca. 15 Ah. Zwei halbleere Akkus könnten so ev. wieder voll sein. Stimmt diese REchnung einigermaßen ?
    ZUsatzfrage: Kann ich das Paneel auch an denjenigen Akkus angeschlossen lassen, mit denen ich gleichzeitig die Motoren betreibe, also auf der einen Seite Strom entnehme und auf der anderen Seite Ladung zufließt ?
     
  8. Gael

    Gael

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    :coffee: Also: Ein 100W Panel sollte eigentlich etwas 7A bei 14,5V liefern. Allerdings wird in der Regel weniger so dass 5A realistisch sind (Ich habe keine Erfahrung mit Panels).
    Ich sehe kein Fehler in deiner Berechnung.

    Allerdings, der DC/DC Wandler nach den Panel hat nicht 100% Wirkungsgrad so dass die Berechnung optimistisch ist. Es gibt auch die Wirkungsgrad der Ladevorgang (die Batterie wird beim laden warm...).
    Ich würde mit 85% von 5A rechnen was wirklich aus der Batterie wieder raus kommt.

    Du kannst ja gleichzeitig laden und die Motoren betreiben. Es einlastet die Batterien ensprechen und erhöht die gesamte Wirkungsgrad.

    Wenn die Gleichstrom Maschinen kein Endstufe haben, sollte man kein EMV Problem erwarten. Vielleicht könnte ein Kondensator an die Batterieklemmen helfen die Schaltung der Kollektor der GS Maschine nicht in der Ladegerät rein zu bekommen. Da muss man leider messen...

    Die Panele haben in der Regel ein DC/DC um die variable Spannung deines Panel an der Spannung der Batterie anzupassen. Es muss unbedingt ein DC/DC spezifiziert für Ladung von Bleibatterien (was oft der Fall ist).

    Um auf die Lösung von JKL zurück zu kommen:
    Ich würde 3 Batterien parallel schalten, das Panel mit DC/DC mit einem kleinen Schalter und 20A Sicherung an die Batterien anschließen und die Motoren zusammen an die Batterien auch mit Schalter und Sicherung. Die letzte Batterie würde ich als reserve nehmen und mit Kippschalter anschliessen so dass man nur entweder die 3 oder die Reserve nutzen kann.

    In dem Fall hätte ich auch vier Drehspulmessinstrumenten gekauft. Zwei für 24V DC für die zwei Batteriespannungen, ein 10A DC für Panelstrom und noch ein für die Motoren 30A(?) DC. Dann sieht man die Leistungsfluß in Echtzeit :love:.
    Aber das ist schon Richtung "Nerd", es muss nicht sein...:)

    Ich versuche ein Schaltplan zu skizzieren heute Abend.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.09.2019
  9. JKL

    JKL

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    Den würde ich weglassen.
    Alles was nicht da ist kann auch nicht kaputt kaputt gehen.
    ;)

    Statt dessen würde ich das ganze mit XT90 Steckern aufbauen.
    Dann bleibt das ganze modular und man kann auch schnell mal die Akkus durchtauschen.

    Als Voltmeter einfach das

    https://www.ebay.de/itm/Auto-KFZ-LE...hash=item4d95c32f25:m:mh_Kna0_yUcBD53rfqBkkxw

    parallel anschliessen.

    Das Amperemeter würde ich weglassen.
    Zum Schluß interessiert eh nur die Spannung im Akku.
     
  10. Gael

    Gael

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    Ja, XT90 ist keine schlechte Idee. Ich dachte Kippschalter um ein wasserdichter Aufbau im Gehause zu realisieren (Salzwasser und Kupfer sind keine Freunde).
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.09.2019
  11. JKL

    JKL

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    @rolfw
    ???

    Auch dabei muss man die Akkus trennen können und die XT90 sind vergoldet.
    Mit Schrumpfschlauch und Heißkleber um die Lötstellen, ergibt sich ein fast wasserdichter Stecker.
    :)

    Aber wenn es um Salzwasser geht bin ich raus.
    Da fehlt mir die Erfahrung.
    :unsure:
     
  12. rolfw

    rolfw

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    Lieber Gael und JKL,
    das sind eine Menge guter Ratschläge, für die ich Euch beiden herzlich danke.
    Mit einem Paneel habe ich ein wenig Erfahrung, weil kürzlich auf meinem Wohnmobil selbst mit 100 Watt angebracht.
    Da ist es ja auch so - fällt mir ein - dass ich aus der Innenbordbatterie Strom entnehme und zugleich Ladestrom in den Akku fließt.
    Was die Steckverbindungen betrifft: Bislang habe ich alle 4 Akkus mit handelsüblichen Schukokupplungen versehen und an den zwei Motorenkabeln je einen Stecker mit integriertem Schalter.
    Die sind natürlich nach jedem Urlaub gerostet und müssen meist ersetzt werden und das "Einfädeln" der dicken Kabelenden in die dünnen Klemmen (in den Steckern drin) ist etwas mühsam.

    Die Verwendung eines Paneels wäre natürlich das non-plus-ultra und ich werde nun in meiner Garage überlegen und testen, wie ich das am besten unterbringe, ev. ganz vorne zwischen Haupt- und Vorsegel. ES müßte halt möglichst leicht sein und nicht meerwasserempfindlich. Ev. kann hier ggfs. eine Klarsicht-Klebefolie als Überzug helfen. Möglicherweise kann ich auch 2 x 50 Watt-Paneele miteinader koppeln.

    Zunächst nochmals vielen DAnk .
     
  13. Gael

    Gael

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    (n) oje.

    Hast du Ersatzteile im Boot?

    Falls ich irgendwann einsteigen darf, mache ich dir ein IP67 Kabelbaum. Man muss nur einmal richtig machen :cool:.
     
  14. rolfw

    rolfw

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    20190803_181922.jpg

    Wir sind im kommenden Jahr wohl wieder in Grebastica, südlich von Sibenik in Kroatien, auf Campingplatz Legend Juli / August.

    DA kannst Du gerne einsteigen.
    (Die Steckverbindungen sind eigentlich kein Problem, trotzdem Danke).
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.09.2019
    JKL und Gael gefällt das.


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