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Bosch Zellpack mit Labornetzteil etwas nachladen?

Hallo zusammen, ich bin neu hier, da ich mich aktuell mit der Reparatur meiner eBike-Powerpacks beschäftige und habe eine Frage:
Ich habe zwei Akkupacks, die aus kaputten Powerpacks ausgebaut wurden. Dort war jeweils das BMS kaputt. Die Spannung der Akkupacks liegt jetzt bei ca. 35V-37V. Damit sie sich nicht tiefentladen sind, bis ich die BMS repariert habe, würde ich sie mit nem Labornetzteil wieder etwas aufladen. Das Labornetzteil hat natürlich keinen Balancer, ich will die Zellpacks auch nicht zu 100% aufladen. Bis zu welcher Spannung kann ich gehen bzw. muss ich einstellen, dass ich nicht Gefahr laufe, einzelne Zellen zu überladen? Gibts da Regeln, Richtlinien oder kann man das berechnen? Kann mir jemand helfen? Grüße, Giksel
 
Hallo Giksel, willkommen im Forum.

Ja es gibt Richtlinien und Regeln: keine Zelle darf über 4,2V haben und laden mit wenig Strom (<0,5A pro Zelle in Parallel). Es heißt dass man regelmäßig wärend das Laden alle einzelne Zellengroup prüfen sollte. Ich würde aus Sicherheitsgründen nicht über 4,0V laden (also aufhören wenn eine Zelle beim Laden 4,1V anzeigt)

Eine feste Spannung (wie z.B. 38V) einzustellen hängt stark von der Ausgleich zwischen Zellenspannung. Wenn alle Zellengroupen dieselbe Spannung haben, kannst du problemlos bis 40V laden. Wenn die bis zu ein Volt Unterschied haben, würde ich auf keinem Fall laden.

Übrigens, 35V und 37V sind überhaupt kein Problem für die Akku. Ich würde mich unter 32V Sorge machen aber jetzt erstmal nicht für die kommende Wochen/Monaten.

Wenn das BMS tot war, wäre eine Prüfung der Zellenspannungen notwendig und sicher zu stellen dass die Elemente noch gut zusammen passen (+/-0,2V). Wenn nicht, wird kompliziert und unsicher.

Viel Spaß beim Basteln, Gael
 
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