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Fährt Auto-Deutschland vor die Wand?

Mal eine Frage an die technisch Kompetenten: in der Zeitschrift Elektroautomobil Oktober/ November 2018 wird der Audi e-tron 55 vorgestellt. Ein typischer Panzer mit dem Motto "Hauptsache mir geht's gut". Aber die Rekuperationsfunktion ist ein grünes Wunder!
Die journalistischen Tester wurden auf den Pikes Peak in Colorado gebracht und saßen offenbar in einem e-tron 55, während ihn ein Fahrer 1940 Höhenmeter nach unten Rollen ließ. Dabei wurden 11,2 KWh in die Batterie zurückgespeist. Das wird so erklärt (S. 18), dass es eine mehrstufige Rekuperationsfunktion gibt, die über Schaltwippen am Lenkrad und Bremspedal gesteuert wird und das Fahrzeug mit bis zu 0,3 g allein über die Elektromotoren (eigentlich dann Generatoren) verzögert.
Wenn ich das nachrechne (https://www.cactus2000.de/de/unit/massepo.php), müsste der Audi 2125 kg wiegen, um diese Energie beim angegebenen Höhenunterschied potenziell zu haben, falls er 3000 kg wiegen sollte (hihi, dann gibt's für die Jüngeren bald Probleme mit der Führerscheinklasse), hätte er 15,85 KWh zur Umwandlung zur Verfügung.
Wenn man sich Luftwiderstand, Rollwiderstand und Wirkungsgrade von Generatoren und Batterien überlegt, dann kann das eigentlich nur heißen, dass die Journalisten im Auto besonders schwer waren. Vermutlich hatten sie vorher sehr gut gegessen.
Der e-tron 55 wird zwar schon produziert, das Leergewicht ist aber noch nicht bekannt.
Kann jemand diesen fabelhaften Wirkungsgrad für mich einordnen? (Ich würde mich ehrlich freuen, wenn das realistisch ist)
 
Ich habe eine Beilage zum e-tron (ca. 20 Seiten, virtuelles cockpit, virtuelle Außenspiegel, 700 kg der Akku und trallala). Zum Leergewicht und Zuladung keine Angabe. Der Opel Ampera hatte beim Leergewicht von 1730 kg eine erlaubte Zuladung von 270 kg. Da hätte bei 4 Erwachsenen nicht einer davon schwer sein dürfen, von Gepäck mal ganz abgesehen.
Vielleicht wird der e-tron ja auch so ein burner, muß ja vor der Bestellung keiner wissen.
 
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Vielleicht wird der e-tron ja auch so ein burner
Das wäre fast ein Perpetuum mobile.
Der Tesla x ist von der Größe her vergleichbar, ca. 5 Meter lang und hat eine ca. 90 KWh große Batterie. Die Variante mit 525 PS wiegt 2389 kg. Ich lege 300 kg für Besatzung und Gepäck dazu, das ergäbe auf einem Höhenunterschied von 1940 Metern eine potenzielle Energie von 14,1 KWh. Wenn 11,2 KWh davon rekuperiert werden konnten (Wirkungsgrad 79%), dann wäre das eine tolle Technik, vor allem für LKW und Züge, die dauernd beschleunigen und abbremsen.
 
dann wäre das eine tolle Technik, vor allem für LKW und Züge, die dauernd beschleunigen und abbremsen.
Genau ! Je schwerer desto näher am Perpetuum Mobile. Das da noch keiner drauf gekommen ist. Wahnsinn ! Im Falle des e-tron mit Massagefunktion im Gestühl inclusive.
 
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Rekuperation ist schon eine feine Sache. Bremsenergie sollte wann immer möglich wieder in elektrische Energie umgewandelt werden. 80% Wirkungsgrad ist jedoch ein illusorisch hoher Wert.
Interessant wäre der Energieeinsatz um die Masse 1940m nach oben zu bringen.

Beim System Eisenbahn kann man im Schnitt ca. 20% der Energie durch Rekuperation zurück gewinnen. Das gilt für einen Zug der mit relativ konstantem Tempo ohne Halt fahren kann. Wenn der Zug mehrmals halten muss und die Bremsungen komplett elektrisch bewältigen kann, steigt zwar die Menge zurück gewonnenen Energie, es muss aber ein Vielfaches dieser beim wieder Beschleunigen aufgewendet werden. Wenn also jemand sagt, er habe 40% der Energie beim Rekuperieren wieder zurück gewonnen, wird er absolut mehr Energie verbrauchen als derjenige der „nur“ 20% beim Rekuperieren zurück gewonnen hat. Gleiche technische Bedingungen vorausgesetzt. Prozentuale Werte sind ohne eine absolute Zahl als Maßstab sinnlos.
 
Der Nikolaus bringt Audi keine Schokolade
Das ist die Überschrift eines Artikels der Heilbronner Stimme dieser Woche, geschrieben von Manfred Stockburger. Dieser hat bislang immer neutral bis wohlwollend über Audi in Neckarsulm geschrieben, er kennt die Betriebsleiter / Betriebsräte in Neckarsulm alle persönlich. Aus dem Artikel ist jetzt aber tatsächlich ein gewisser Unmut herauszulesen. Das Problem ist, dass es zu wenig freigegebene Motoren gibt. Für den A8 z.Bsp., das Flaggschiff aus Neckarsulm, gibt es immer noch nur einen kleinen V6. Den wollen aber die wenigsten, die sich ein Auto für einen 6 stelligen Betrag bestellen.
Nun, vielleicht regeln das die Motor-Ingenieure, die hier in der Gegend über zahlreiche Personaldienstleister gesucht werden.
 
Die Großschnauze Muhammad Ali hat tatsächlich den KO nicht erfunden. Er hat allerdings die Runde angesagt, in der es passieren wird, und dann geliefert. Ganz im Gegensatz zu Audi und ihrem sagenhaften e-tron, an dem man in keiner Tageszeitung in halbseitigem Format, an keinem Ski-Springen und keiner TV-Werbepause vorbeikommt. Den Schlitten (Bez. Manfred Stockburger), ich nenn das Teil mal Kleinlaster, kann man sich derzeit reservieren. Mit Konfigurieren ist dann gleich auf der ersten Seite der Großschnauzen Essig.
Das Matrix LED Licht, sollte es das Ding je zu kaufen geben, kann man monatlich, jährlich oder dauerhaft freischalten. Da hat man bei den Großschnauzen bestimmt lange dran gefeilt.
 
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Das arme Kind.

VW-Anwälte haben bei Oliver Schmidt Schadensersatzansprüche angemeldet. Er sei 2015 aus Eigeninitative nach USA gereist, um Zulassungen für Diesel-PKW des Modelljahrs 2016 zu erwirken. So macht man das also in der Großindustrie. Wenn einer den Job macht, für den er bezahlt wird und es geht was schief, dann hat seinen Job aus Eigeninitiative gemacht. Er sitzt in USA im Knast. Schlimmer geht bei VW und Morgen wieder Lustig bei Vorsprung durch Technik scheinbar aber immer.
P.S.
Das Kind kann man noch immer nicht konfigurieren.
 
Wir müssen den "sense of urgency " schärfen, sagt Bram Schot dem Manager-Magazin und kündigt an, bis 2022 15 Milliarden einsparen zu wollen.
U.a. auf Kosten von Personal, das nach Ausscheiden nicht ersetzt wird, allerdings nicht auf Kosten der Elektro-Offensive von Audi. Da plant man bis 2024 mit 50% Hybrid und rein Akku. Der Wahnsinn. Vom Turbo-Diesel Champ zum Bio-Öko-Allrad 2,5t Leergewicht 80 Mille e-tron . Der ist ab jetzt konfigurierbar. Mit ein paar Extras bei 100 Mille und 350 km Reichweite, wenn man bei langsamer Fahrt im Sommer viel in die grüne Landschaft schaut.
Ich sag mal ran an die Schippe im Kongo ihr Kinderlein !
Oha, gerade im Hintergrund in der Tagesschau: ungarische Audi-Mitarbeiter fordern 80% mehr Gehalt und legen Audi in Ingolstadt lahm. Da schlag ich mal Rupi an vordester Front der Streikbrecher vor, der will auch noch Prämie für seine Lösung des Diese-Skandals aus 2017.
 
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Ich finde das ja irgendwie amüsant. Zuerst baut man die besten Dieselmotoren und
plötzlich taugen die nichts mehr. Dann kommt viel zu spät ein E-Auto das natürlich
wieder besser ist als der Rest obwohl einige Hersteller schon Jahre an Erfahrung mit
Kunden auf der Straße haben. Das kann kein Prüfstand simulieren! Die werden sich
noch mit Kinderkrankheiten ärgern über die andere Hersteller lachen.

Noch witziger ist ja das große Batteriezentrum das sie bei uns in Ingolstadt aus dem
Boden stampfen wollten. Eigene Zellen sollten da entwickelt werden und anscheinend
auch produziert. Und ZACK! Auf einmal fehlt aus unerklärlichen Gründen der Zaster
und der Schuppen wird nun dicht gemacht. Jetzt will man von den großen Zellenlieferanten
kaufen die damit Erfahrung haben, das ist billiger :LOL: .

Grüße
Alex
 
das große Batteriezentrum
...entsteht gerade in Neckarsulm ! Es soll gigantisch groß werden laut einem Bekannten, der die Baustelle täglich vor Augen hat.
Die Wasserstoff-Technologie von Audi bricht auch gerade hier aus, wird gemunkelt. Nun, bei 60 amerikanischen Juristen, die bei Audi immer noch aufpassen sind die Ingenieure bestimmt auf bahnbrechende Leistungen für ihren Arbeitgeber gestimmt.
 
Porsche hat jetzt erste Zahlen zum Taycan veröffentlicht: 3 Varianten zwischen 420 und 670 PS, 800 V, statt 20.000 Fahrzeuge 40.000 jährlich, alle Reichweite nach Norm sowienoch 500 km, optimale Temperatur für die Akkus 20-40°C. Preise 100.000 -15o.000 Euro . Keine Endgeschwindigkeit genannt.
Keine Ahnung, wo die getankt werden können , keine Ahnung, wie die bei dem Preis hergestellt werden können und keine Ahnung, wo sich 40.000 Käufer im Sportwagensegment finden lassen, die so ein Spielzeug in der Garage abstellen.
 
Letzten Samstag (01.06.2019) war mal wieder ein Artikel vom örtlichen Reporter Manfred Stockburger zum Neckarsulmer Werk zu lesen. In Kurzform:
Das neue Flaggschiff A8 läuft nicht. Meine Meinung: wie auch. Hat zwar 44 Fahr-Assistenzsysteme aber nur 2 kleine 6 Zylinder-Motore (Diesel u. Benziner).
Dazu sieht das Ding aus wie der Vorgänger bzw. Vorvorgänger. Die Lösung für das zukünftige Flaggschiff sieht so aus: Neuer A8 rein elektrisch "wird das Luxussegment neu definieren" oder noch besser, neuer A8 mit neuem Namen Horch mit 12-Zylinder und bissi größer wie gewohnt, ala Maybach.

R8 läuft aus. Als Ersatz das rein elektrische Geschoss E-Tron GT bzw. E-Tron GT Avant. Meine Meinung: Was Porsche mit dem Taycan kann, kann Audi bei mir um die Ecke schon lange.

Dann wirds interessant im Artikel mit Original-Zitat im Artikel vom fliegenden Holländer zur zukünftigen Akku-Hochburg in NSU: "Wir wollten den E5 und den E7 bauen. Die beiden Modelle standen beide auf Grün, sie hätten Gewinne gebracht. Aber wir benötigen die Autos nicht wirklich beide. Also haben wir die gestrichen und den E6 daraus gemacht. Das haben wir in einer Viertelstunde entschieden". Ob der E6 nach Neckarsulm kommt, wird noch entschieden.

Die Truppe in NSU, die bis 2025 Kündigungsschutz hat, müßte ca. 70.000 Autos im Jahr mehr produzieren. Egal, was da gerade vom Band läuft, das sind alles Maybachs.

Morgen wieder lustig bei Vorsprung durch Technik
 
Irgendwie ist das schon witzig was bei denen los ist. So wirklich ausgeliefert wird sein Monaten nicht mehr, es gibt
eigentlich zig neue Modelle(schon länger) aber selbst hier in der Audistadt ist bis auf den A1 nichts zu sehen. Da der
beste Diesel nicht mehr läuft und andere Modelle auch nicht macht man sie kurzer Hand einfach elektrisch und
versucht mit rasanter Werbung das Geraffel an den Mann zu bringen. Die ersten R8 waren eine Katastrophe, Audi
hat seine Kunden damals im Regen stehen gelassen. Und seitdem fristet er ein Schattendasein. Und beim A8 ist
schon seit ein paar Generationen eh die Luft raus. Der erste Phaeton hatte damals mehr zu bieten als der A8, aber es
fehlte der Marke einfach das Image dafür.

Grüße
Alex
 
Irgendwie ist das schon witzig was bei denen los ist.
Diese Woche schreibt M. Stockburger in der Heilbronner Stimme: Audi hofft auf besseres Wetter
Grund: Bei Regen kann Wasser in den Akku gelangen was zum Aufleuchten einer Warnlampe führt, was bedeutet, das man das Ding abstellen und abschleppen lassen soll.
Betroffen sind davon 7.000 Fahrzeuge, die erstmal zurückgerufen werden.
Ich schätze mal für die olle Dichtung war eine Subsubsub-Firma verantwortlich, der man vergessen hat zu erzählen, für was die Dichtung gut ist.
Die 10 Dinger auf der BUGA dürfen erstmal stehen bleiben. Die potentiellen Mieter bekommen eine Einweisung, was beim Aufleuchten der Lampe zu tun ist.
Morgen wieder lustig bei Vorsprung durch Technik
 
Wie kommen die darauf Autos in der Preisklasse von Eigentumswohnungen in 5 stelliger Stückzahl absetzen zu können? Und wer glaubt bitte an "Umweltschutz" bei 700kg schweren Batterien, 2500kg Leergewicht und 500ps.
Da wird Größenwahn mit gigantomie ausgetrieben.. Klasse.
Das man bequem, schnell und Wetter geschützt mit unter 1kwh/100km aus kommt und 20kg Akku für mehr als 300km reichen scheint in Autodeutschland auch durchgerungen zu sein.
Selbst mein bleischwerer e Umbau mit der aerodynamik eines Scheunentors braucht keine 200kg Akku für 400km. Und das bei nur 170wh/kg.
 
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