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Fährt Auto-Deutschland vor die Wand?

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Patrick, 17.10.2014.

  1. iggi

    iggi

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    Mal eine Frage an die technisch Kompetenten: in der Zeitschrift Elektroautomobil Oktober/ November 2018 wird der Audi e-tron 55 vorgestellt. Ein typischer Panzer mit dem Motto "Hauptsache mir geht's gut". Aber die Rekuperationsfunktion ist ein grünes Wunder!
    Die journalistischen Tester wurden auf den Pikes Peak in Colorado gebracht und saßen offenbar in einem e-tron 55, während ihn ein Fahrer 1940 Höhenmeter nach unten Rollen ließ. Dabei wurden 11,2 KWh in die Batterie zurückgespeist. Das wird so erklärt (S. 18), dass es eine mehrstufige Rekuperationsfunktion gibt, die über Schaltwippen am Lenkrad und Bremspedal gesteuert wird und das Fahrzeug mit bis zu 0,3 g allein über die Elektromotoren (eigentlich dann Generatoren) verzögert.
    Wenn ich das nachrechne (https://www.cactus2000.de/de/unit/massepo.php), müsste der Audi 2125 kg wiegen, um diese Energie beim angegebenen Höhenunterschied potenziell zu haben, falls er 3000 kg wiegen sollte (hihi, dann gibt's für die Jüngeren bald Probleme mit der Führerscheinklasse), hätte er 15,85 KWh zur Umwandlung zur Verfügung.
    Wenn man sich Luftwiderstand, Rollwiderstand und Wirkungsgrade von Generatoren und Batterien überlegt, dann kann das eigentlich nur heißen, dass die Journalisten im Auto besonders schwer waren. Vermutlich hatten sie vorher sehr gut gegessen.
    Der e-tron 55 wird zwar schon produziert, das Leergewicht ist aber noch nicht bekannt.
    Kann jemand diesen fabelhaften Wirkungsgrad für mich einordnen? (Ich würde mich ehrlich freuen, wenn das realistisch ist)
     
  2. deltaforce

    deltaforce

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    Ich habe eine Beilage zum e-tron (ca. 20 Seiten, virtuelles cockpit, virtuelle Außenspiegel, 700 kg der Akku und trallala). Zum Leergewicht und Zuladung keine Angabe. Der Opel Ampera hatte beim Leergewicht von 1730 kg eine erlaubte Zuladung von 270 kg. Da hätte bei 4 Erwachsenen nicht einer davon schwer sein dürfen, von Gepäck mal ganz abgesehen.
    Vielleicht wird der e-tron ja auch so ein burner, muß ja vor der Bestellung keiner wissen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 03.11.2018
  3. iggi

    iggi

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    Das wäre fast ein Perpetuum mobile.
    Der Tesla x ist von der Größe her vergleichbar, ca. 5 Meter lang und hat eine ca. 90 KWh große Batterie. Die Variante mit 525 PS wiegt 2389 kg. Ich lege 300 kg für Besatzung und Gepäck dazu, das ergäbe auf einem Höhenunterschied von 1940 Metern eine potenzielle Energie von 14,1 KWh. Wenn 11,2 KWh davon rekuperiert werden konnten (Wirkungsgrad 79%), dann wäre das eine tolle Technik, vor allem für LKW und Züge, die dauernd beschleunigen und abbremsen.
     
  4. deltaforce

    deltaforce

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    Genau ! Je schwerer desto näher am Perpetuum Mobile. Das da noch keiner drauf gekommen ist. Wahnsinn ! Im Falle des e-tron mit Massagefunktion im Gestühl inclusive.
     
    Zuletzt bearbeitet: 04.11.2018
    iggi gefällt das.
  5. jm1374

    jm1374

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    Rekuperation ist schon eine feine Sache. Bremsenergie sollte wann immer möglich wieder in elektrische Energie umgewandelt werden. 80% Wirkungsgrad ist jedoch ein illusorisch hoher Wert.
    Interessant wäre der Energieeinsatz um die Masse 1940m nach oben zu bringen.

    Beim System Eisenbahn kann man im Schnitt ca. 20% der Energie durch Rekuperation zurück gewinnen. Das gilt für einen Zug der mit relativ konstantem Tempo ohne Halt fahren kann. Wenn der Zug mehrmals halten muss und die Bremsungen komplett elektrisch bewältigen kann, steigt zwar die Menge zurück gewonnenen Energie, es muss aber ein Vielfaches dieser beim wieder Beschleunigen aufgewendet werden. Wenn also jemand sagt, er habe 40% der Energie beim Rekuperieren wieder zurück gewonnen, wird er absolut mehr Energie verbrauchen als derjenige der „nur“ 20% beim Rekuperieren zurück gewonnen hat. Gleiche technische Bedingungen vorausgesetzt. Prozentuale Werte sind ohne eine absolute Zahl als Maßstab sinnlos.
     


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