• ePower-Forum, die Diskussionsplattform für E-Mobilität mit Bikes, Leichtfahrzeugen, Autos und PLEVs.

Leiba Hybrid mit Mittelmotor

Im Gegensatz zu (fast) allen anderen fahrenden Hybrids habe ich mich für den 500W Mittelmotor von Bafang entschieden. Es wurde bislang erst ein solches Exemplar gebaut, Probefahrt war nicht möglich. Ausschlaggebend waren für mich:
* Gute Erfahrungen mit dem Bafang BBS01B (250W) im WAW
* Die angebotene Crystalite-Direktantriebsnabe wiegt gute 8 kg(n) und bietet nur 8-9 Gänge (n).
* Es gibt hier viele Hügel - angeblich knickt der Crystalite bei 7% Steigung ein, während die Rekuperation wohl weder effizient noch unproblematisch ist (ich habe insgesamt nur wenige Berichte überhaupt gefunden, siehe Thread Leiba Hybrid).
* Ich will damit 65km hin und möglichst auch zurück schaffen - der Nabenmotor frisst angeblich 1,2-1,4 kWh pro 100km.
* Ich will nicht Mofa fahren, sondern "schnelles" Velomobil mit ordentlicher Unterstützung oberhalb 25km/h :giggle:.
* Ein Mittelmotor ist mit einer Rohloff kombinierbar - Ketten für 10er und mehr Kettenblätter würden die Last nicht lange aushalten (Jaja, beim Nabenmotor gibt es keine Last auf der Kette...:whistle:).

Herr Gess meinte, die eine bereits gebaute Bafang-Version würde die 45km/h nur mit Mühe erreichen - das konnte ich nicht so recht glauben. Weder meine Erfahrungen mit der 250W-Version noch diverse Simulationen im Web gaben das her. Die Ursache war dann auch schnell gefunden: Der von ihm einkalkulierte "kleine" Akku mit 16,5Ah ist mit 3kg zwar wie im Pedelec, liefert aber auch nur Pedelec-Strom: ca. 16A, während der 500W Bafang allerdings 25A bei voller Leistung zieht.
Entsprechend habe ich den "großen" Akku geordert: 36Ah, liefert bis zu 36A und sollte mit 1,2 kWh bei effizienter Fahrweise die 100km-Marke knacken können.

Der Antriebsstrang (Motor, Akku, Controller, Display, Daumengas, Kurbel, Kettenblatt) wird komplett von Akkurad zugeliefert. Auf diesem Weg gibt es TÜV-relevante Papiere (EMV...), der Motor heißt im Gutachten dann "Akkurad Bafang TL50", was auch auf dem Motoretikett steht, wo eigentlich der BBS-Aufkleber wäre. Laut Akkurad handelt es sich um einen BBS01B mit 500W. Dass ich ihn noch bekommen habe (Corona...:eek:), liegt wohl daran, dass Akkurad ihn im Regal liegen hatte (y).

Um es vorweg zu nehmen: Die von mir vermuteten Fahrleistungen scheinen sich zu bestätigen (bin gerade erst einen Tag gefahren), er zieht auch bei leichter Steigung (4% ?) bis 45km/h hoch, steilere Anstiege werden mit kleinerem Gang und entsprechend langsamer genommen, bei ca. 17% (geschätzt) zieht er immer noch mit ~25km/h hoch. Eine Temperaturkontrolle gibt es nicht, im Gegensatz zum "Erstmodell" auch keinen Lüfter. Zum Ausgleich fällt das Scheinwerferloch größer aus :p.
Die PAS-Steuerung ist sehr angenehm, geht aber nur bis 600W - der Gashebel schaltet bis zu 850W frei (laut Display).

Dies ist mein zweites Velomobil. Ich wusste halbwegs, worauf ich mich einließ, als ich ohne Probefahrt bestellte - immerhin bin ich mal ein paar Meter X-Stream gefahren und wusste, dass ich da reinpasse (1,93m). Im Vergleich zum Katanga spielt Leiba aber in einer anderen Liga, in der Verarbeitungsqualität kann sie dem WAW nicht das Wasser reichen. "Lasset Bilder sprechen"...
 

Anhänge

  • DSC_0329a.JPG
    DSC_0329a.JPG
    242,1 KB · Aufrufe: 14
  • DSC_0343b.JPG
    DSC_0343b.JPG
    65,9 KB · Aufrufe: 13
  • DSC_0344b.JPG
    DSC_0344b.JPG
    64,6 KB · Aufrufe: 14
  • DSC_0345b.JPG
    DSC_0345b.JPG
    89 KB · Aufrufe: 14
  • DSC_0352b.JPG
    DSC_0352b.JPG
    204,7 KB · Aufrufe: 15
  • DSC_0348b.JPG
    DSC_0348b.JPG
    112,7 KB · Aufrufe: 14
  • DSC_0349a.JPG
    DSC_0349a.JPG
    126 KB · Aufrufe: 14
  • DSC_0350b.JPG
    DSC_0350b.JPG
    114,4 KB · Aufrufe: 13
  • DSC_0355b.JPG
    DSC_0355b.JPG
    109,8 KB · Aufrufe: 14
  • DSC_0356b.JPG
    DSC_0356b.JPG
    91,1 KB · Aufrufe: 13
Schönes Fz aber ... ;)
Die angebotene Crystalite-Direktantriebsnabe wiegt gute 8 kg(n) und bietet nur 8-9 Gänge (n).
Die 4kg mehr fallen bei einem L2e nicht auf und bei (m)einem DD rostet die Schaltung eh nur fest.
* Es gibt hier viele Hügel - angeblich knickt der Crystalite bei 7% Steigung ein, während die Rekuperation wohl weder effizient noch unproblematisch ist
Schont aber grade in hügligen Gelände die Bremsen, natürlich muss der Akku die Reku auch vertragen können, wer hier einen billigen Akku nimmt, zahlt halt Lehrgeld.
* Ich will damit 65km hin und möglichst auch zurück schaffen - der Nabenmotor frisst angeblich 1,2-1,4 kWh pro 100km.
Es würde mich sehr wundern, wenn du das mit nur 1,2kWh in hügligen Gelände schaffst.
Das würde meiner Meinung nach sogar mit meinem 2,8kWh Akku knapp werden. ;)
bei ca. 17% (geschätzt) zieht er immer noch mit ~25km/h hoch.
Hmm ... es ist zwar schon 4 Jahre her, das der Bafang aus meinem Sunrider 2 rausgeflogen ist und das Fz ist auch bestimmt 15kg schwerer, aber ich habe damit meinen 12% Hausberg nur mit 12km/h geschafft.

So ... genug gemeckert ... viel Spaß mit deiner Leiba und willkommen im Club der 45er.

Gruß Jörg
 
Die 4kg mehr fallen bei einem L2e nicht auf und bei (m)einem DD rostet die Schaltung eh nur fest.
Mir ging es weniger um die 4kg im Totalen (wobei ich für nur 3kg Akkuaufpreis meine Reichweite verdoppeln konnte), sondern um 8kg mehr (abzüglich Rohloff) ungefederter Masse auf der Alu-Heckschwinge. Und die ist schon eine bekannte Schwachstelle - wenn man die Stahlfeder zu hart einstellt, dann bricht sie (ich bekam gezeigt, wo...).
Ich fahre seit 1999 DD (damals noch Sachs), jetzt noch am (Schönwetter-)Lieger und seit 4+ Jahren im WAW, das schaltet alles einwandfrei. :X3:Ach so, jetzt "schalte" ich erst :)unsure: irgendwie hat sich der Sinn nicht ganz so erschlossen): Bei "DD" denkst Du "Direct Drive", ich an "Dual Drive":ROFLMAO:. Du meinst, bei DirectDrive wird man schaltfaul?
Schont aber grade in hügligen Gelände die Bremsen
Wer bremst, verliert... Nee stimmt schon, aber das muss man abwägen. Nach Nord/Nordwest hab ich die Hallertau, da muss man am Ende der schönen Abfahrt gerne Vorfahrt achten, aber nach Süden ins Erdinger Moos oder nach München braucht man keine Bremsen, höchsten für Ampeln... Mit den Bremsen muss ich mich eh noch anfreunden, die Magura Big (~Julie) ist "selbstnachstellend" - schleift also immer? Auf jeden Fall sind die IS Mounts der Leiba nicht exakt genug ausgeführt, die Bremsscheiben schleifen und werden beim Bremsen zur Nabe gebogen (also mit Distanzscheiben nicht lösbar). Ist nicht viel, ist aber :confused:. Erstmal einfahren, dann weitersehen :sneaky:.
Es würde mich sehr wundern, wenn du das mit nur 1,2kWh in hügligen Gelände schaffst.
Auf der ersten 32km Teststrecke durch die Hallertau habe ich laut Boardcomputer 3Ah = 100Wh (gerundet) gebraucht :p. Aber wer traut schon dem Boardcomputer... (die Wahrheit wird sich am Energiekostenzähler nach dem zweiten Ladevorgang finden). Zugegeben, die geplanten 65 Distanzkilometer sind nach München, also nicht mit Hügeln, sondern mit Stadtverkehr.
habe damit meinen 12% Hausberg nur mit 12km/h geschafft.
Hm, das Problem der gefühlten bzw. korrekten Steigungsmessung :whistle:. Mein einziger beschilderter(!) Anstieg hat "14%" auf gut 100m Strecke, den fahre ich aus dem Stand (Baustellenampel am Fuß, ca. 25m Anlauf) mit ~13km/h mit dem WAW mit 250W Bafang BBS01B. Mit der Leiba bin ich da noch nicht lang.
 
  • Like
Reaktionen: JKL
Mein einziger beschilderter(!) Anstieg hat "14%" auf gut 100m Strecke, den fahre ich aus dem Stand (Baustellenampel am Fuß, ca. 25m Anlauf) mit ~13km/h mit dem WAW mit 250W Bafang BBS01B. Mit der Leiba bin ich da noch nicht lang.
Mit der Leiba nicht ganz 25km/h :giggle:. Aber die Strecke ist zu kurz für eine Messung, was an Dauertempo möglich wäre :p.

Ein Ladevorgang bei knapp 34V (<32V unter Last) gestartet zieht auf dem Ladegerätstecker brutto 1,3kWh. Mir scheint die Ladeeffizienz klein 90% zu sein (Ladegerät hat einen Lüfter), denn nominal gehen ja nur 1,2kWh rein und die Entladeschlussspannung würde ich bei 3,0V verorten (Wikipedia).
 
Hallo erstmal in die Runde,
habe mit meinem a4 mit Bafang MM die Erfahrung gemacht , dass die passende Programmierung und Eigenleistung für die Reichweite entscheidend sind.
Bin von meinem Allubomber begeistert. Gruß Frank
 
  • Like
Reaktionen: JKL
Bislang liege ich bei 1kwh /100km im Drittelmix (mit Stadtverkehr München), aber die Stichprobe ist noch nicht groß.
Und bei Kilometer 450 hat endlich die Bremse das LKW-mäßige Quietschen schlagartig aufgehört :cool:.
 
Hallo zusammen,
war lange nicht dabei, aber ich fahre auf dem aw6 seit einigen Jahren einen BBS02 mit 48V und 20 Ah Akku. 100 km sind mit der Ausrüstung in der Kölner Bucht möglich. Vorderräder hydraulisch mit Ausrüstung von Akkurad, damals noch in Westerhausen.
Rad- und Speichenbruch Eberhard
 
Meine kWh-Angabe bezieht sich auf den Energiekostenzähler vor dem Ladegerät. Nach 130km war ich zuletzt auf knapp 34V Leerlaufspannung runter, da würde noch was gehen (35Ah 36V). Da bin ich aber recht sparsam unterwegs gewesen: Überland auf Stufe 4 von 5, nur im Stadtverkehr und bei Anstiegen (entlang der Isar nur Brückenrampen) auf Stufe 5 von 5, "immer" um die 45km/h - effektiv 40er Schnitt. Der Boardcomputer zeigt bei Stufe 5 nur im optimalen Kadenzbereich seine Spitzenleistung von nicht ganz 1000W (die Kadenz selbst zeigt er leider nicht an). Meistens bekomme ich auf Vollgas nicht mehr als 800-900W raus. Auf Stufe 4 sind das ca 200-250W weniger. Dafür regelt er um die 45km/h etwas sanfter. Stufe 3 ist schon recht lasch, für die 30-Zonen ganz ok. Stufe 1 und 2 haben für mich keinen praktischen Nutzwert, außer vielleicht leicht abfallende längere 30-Zonen, aber da tut's dann wohl auch Stufe 0 ...
Die Rohloff kombiniert ganz angenehm mit dem Bafang, wenn auch die unteren Gänge etwas zu "reichhaltig" sind: Beim Beschleunigen schalte ich 3 oder 4 Gänge auf einmal hoch, oberhalb 40km/h dann eher einzeln, 45km/h in Gang 12 oder 13, dann ist da noch der 14er für Abfahrten bis knapp 60km/h. Viel schneller möchte eine Leiba auch nicht gefahren werden, das ist die Domäne anderer Maschinen (mein WAW fährt bei 100km/h noch stabil :eek:).
Ein Schaltunterbrecher ist nicht verbaut, der Motor stoppt nach Tret-Ende ziemlich schnell, und mit dem Gashebel kann man nach dem Schalten zügig weiter beschleunigen (im Gegensatz zur reinen Kadenzsteuerung bzw. der Pedelec-Version, die einem am Berg beim Herunterschalten richtig verhungern lässt:barefoot:).
 
Die GFK-Leiba ist im Vergleich zum Aramidfaser-WAW schon etwas rappelig, vor allem kurze Stöße wir Querrillen und Gullideckel quittiert sie mit lauten Knallgeräuschen, als wenn jemand mit 'nem Hammer unten gegen hauto_O. Aber selbst auf glattem Kinderpopo-Asphalt hört man bei 45km/h kaum mehr von Motor oder Rohloff als ein Schnurren:sneaky:, der Fahrtwind überwiegt geräuschmäßig deutlich (mit Helm Cratoni Commuter ragt mein Kopf schon recht weit raus). So bei 15km/h hört man ein bisschen Strassenbahngeräusch beim Gasgeben:cool:. Beim WAW hab ich konstruktiv/sitztechnisch (und ohne Helm) deutlich weniger Wind um die Ohren, dafür schaltet sich der Motor da ja schon bei 25km/h aus:p...
Die Beschleunigung
...finde ich schwierig zu vergleichen. Die "typischen" BMW-Fahrer hängen mich beim Ampelstart locker ab (vielleicht auch, weil sie dem Spinner im Rückspiegel mit seinem eiförmigen Gokart zeigen müssen, was sie drauf haben), die meisten Kleinwagen jedoch werden zaghafter gefahren und bleiben eher auf Abstand in meinem Rückspiegel. Im Stadtverkehr kann ich ganz gut mitschwimmen.
 
Endlich habe ich das Abspringen der Kette im Griff - bei meiner Länge baumelte die Kette im Rücklauf über eine Länge, die bei schlechter Strecke schon mal die Kette vom Kettenspanner springen lies. Die erste Version einer Zwangsführung (Übersichtsbild) brachte nur eine Teilbesserung, mit der neuen (Detailbild) läuft's perfekt und trotzdem praktisch geräuschfrei (naja, sagen wir 99%, fällt nicht weiter auf).
DSC_0400b.JPGDSC_0449b.JPG
 
Auf der Suche nach Informationen zu einem geeigneten Velomobil für meine Anforderungen
1. Zügiges tägliches Pendeln zur Arbeit, ca. 27 km einfach und "unverschwitztes" Ankommen am Morgen​
2. Fahren im Stadtverkehr München vom Stadtrand ins Zentrum, ca. 12 km einfach​
3. Wöchentlicher Lebensmittelgroßeinkauf am Wochenende, ca. 40-50 kg, ca. 3 km einfach​
4. Freizeitfahrten im Münchner Umland, ca. 100 bis 180 km, Steigungen bis zu 20 - 24% (z.B. Mangfalltal)​
5. Langstreckenfahrten mit Übernachtung unterwegs​
bin ich hier im Forum der Leiba Hybrid mit Mittelmotor gelandet. Ich habe die Anforderungen nach den Prioritäten sortiert. Vielleicht gibt es doch keine "eierlegende Wollmilchsau", die für alles geeignet ist. Bisher bin ich im Alltag und auf den Touren mit einem Tourenrad mit Riemenantrieb und Nabenschaltung unterwegs, stoße aber an Geschwindigkeits- bzw. persönliche Leistungsgrenzen. Insbesondere das zukünftige Pendeln wird nicht klappen.
Neben der Leiba Hybrid fällt mir noch das Quattrovelo mit Tretlagermotorunterstützung ein. Ich wüsste nicht, wie ich im Münchner Raum zu Probefahrten kommen könnte. Herr Gess hat mir empfohlen, nach Gifhorn zu kommen, aber das ist für mich nicht der nächste Weg. Deshalb würden mich Eure Praxis-Erfahrungen interessieren, wie sich die Leiba mit (fast) leerem Akku fährt. Welche Geschwindigkeit kann man in der Ebene ohne Motorunterstützung z.B. über zwei Stunden halten? Was sind Eure Erfahrungen mit der Leiba Hybrid im Stadtverkehr bzw. auf der Landstraße? Radwege kommen ja nicht in Frage. Für was ist sie geeignet und für was weniger? Wieviel Gepäck kann man verstauen (Gewicht, Volumen)? Welche Akkugröße / Ersatzakkus würdet Ihr empfehlen? Wie lange ist die Ladezeit? Gibt es für das Rücklicht einen blinkenden Modus, um die Sichtbarkeit zu erhöhen? Gibt es ein Bremslicht? Wie entspannt kann ich 45 km/h über ca. 27 km fahren? Wie schwer ist die Leiba Hybrid inklusive Akkus? Reicht wenig Treten aus? Oder sollte ich bei einem Wunsch nach Bequemlichkeit einen (stärkeren) Bafang BBS-HD verbauen lassen? Geht das so einfach?
Gibt es Alternativen, die heute noch nicht am Markt sind? Ich könnte noch einige Jahre darauf warten, da der Umzug des Arbeitsplatzes noch dauern wird. Aber wird Leiba dann noch produzieren? Jegliches Feedback ist herzlich willkommen.

Viele Grüße,
Bernhard
 
Hui, so viele Fragen, das wird ja 'ne Generalberatung ;). Ich schau mal, das aus der Sicht einer Leiba-Hybrid mit Mittelmotor zu beantworten.
Probefahrt/Details anschauen: Je nach Körpergröße darfst Du zu mir nach Moosburg kommen und zumindest probe-sitzen oder auch (ohne Tretlagerverstellung) auch probe-fahren.
Produktion: Gibt es m.W. immer noch, könnte aber eine längere Lieferdauer haben (bei mir 5 Monate).
Motorunterstützung: Mit dem Bafang fährst Du problemlos 45km/h, bis das Sitzfleisch zwickt. Du brauchst aber eine "Schutzbrille" oder ein gutes(!) Visier am Helm (übrigens ist Helmpflicht). Ich fahre damit 65km einfach, komme aber verschwitzt an. Um nicht zu schwitzen, müsste man aufhören zu treten, glaube ich. Da es einen "Gashebel" gibt, ist das auch möglich, aber die Tretunterstützung finde ich sehr angenehm - es ist eine reine PAS-Steuerung, keine Kraftsensorik.
Es ist schwitzmäßig dennoch deutlich trockener als im Standard-VM, vor allem bei Strecken bis ca. 20km, vielleicht auch 27km. Ohne Motorunterstützung bin ich noch nicht länger gefahren, ich gehe von 28km/h Schnitt aus, je nach Strecke auch weniger. Meine Reichweite mit dem "großen" Akku ist ca. 150km. Auf keinen Fall den kleinen aus dem Standard-Angebot nehmen, der gibt nicht genügend Strom!
Stadtverkehr: Gerade für München gilt: Die Leiba fährt sich gut und zügig, aber auf dem (richtigen - im Sinne geschickter Streckenauswahl) Radweg bist Du definitiv schneller. Schnitt ca. 28km/h. Mit dem Standard-VM auf dem Radweg bin ich mindestens genauso schnell da (zur Rush-Hour). Die Leiba ist auf guten Überlandstrecken in ihrem Element. Sie mag keine Schlaglochpisten und Gullideckel.
Gepäck: Gesamtmasse laut Gutachten 180kg, Leergewicht mit großem Akku ~53kg. Der Stauraum hinten ist nicht schlecht und sauber, aber abschüssig nach vorn und recht hoch vom Schwerpunkt. Da gehen zwei weiche Rucksäcke rein plus Drumherum (Jacke etc.) Ich würde nicht mehr als vielleicht 15-20kg einladen, dann kommt der Schwerpunkt zu hoch. 50kg trägt ja nicht einmal mein Fahrrad-Lastenanhänger...
Modifikationen: Die Leiba-Hybrid hat eine aufwendige Einzelzulassung als L2E. Blinkende Rücklichter gibt es in Deutschland nicht, sind auch am Fahrrad verboten! Das Bremslicht ist vorgeschrieben - an der Hybrid kommt normal Moped/Motorrad-Beleuchtung zum Einsatz. Der Motor ist Teil der Zulassung und kann nicht getauscht werden, hat mit fast 1KW Peak/500W Dauerleistung aber auch genügend Power, finde ich.
Alternativen:
Jetzt kommt die Diskussion...
Zum Einkaufen von 50kg: Lastenrad oder Pedelec mit gutem Anhänger.
Stadtverkehr in München: Klassisches Velomobil, offenes Trike, Liegerad, Pedelec - alles effektiv gleich schnell in dieser Umgebung. 45er sind eher ungeeignet.
Steigungen bis 20/24%: Da läuft jeder Motor heiß, versuch ein E-Mountain-Bike. Der Leiba-Nabenmotor geht angeblich kaum über 7%.
Langstrecke: Was ist lang? Auf jeden Fall ein "schnelles" VM. Akkuladezeit hängt von Ladegerät ab (und wie stark man seine Akkus strapazieren möchte), das beigelegte braucht 5-7h von ganz leer nach ganz voll.
Zukunft: Spannend finde ich das VM45 von Katanga.eu.

Mein Tipp (weil persönliche Wahl): Für Pendelstrecken bis 30km einfach würde ich mir ein "eWAW-Comfort" (wieder) kaufen. Ideal über Land und in der Stadt, guter und sauberer Stauraum (2 Rucksäcke plus "Nasen-Kofferraum", wenn bestellt), schöner Bafang-Mittelmotor, Haube immer dabei (einpackbar, kostet aber Platz wie ein Rucksack). Und von der Verarbeitungs- und Materialqualität den Leibas deutlich voraus...
Nur wenn die Schulterbreite sich deutlich vom typischen Radfahrer entfernt, könnte es eng und eine Leiba oder ein Quest komfortabel werden :p. In die Leiba Hybrid gehen aufgrund der Maße und Zuladung nicht nur richtig große, sondern auch "breite" und schwere Menschen rein ;)
 
Hui, so viele Fragen, das wird ja 'ne Generalberatung
Herzlichen Dank für die Generalberatung und die Einladung zum Details anschauen :)
Probefahrt/Details anschauen
Meine Körpergröße (1,72 m) und Beininnenlänge (79 cm) sind wahrscheinlich nicht ganz kompatibel für eine Probefahrt. Trotzdem komme ich sehr gerne bei Gelegenheit vorbei.:)
Zur Langstrecke: Was ist lang? Ganz sicher Brevetformate, d.h. 200 km und länger. Das längste waren für mich 360 km an einem Tag (München-Cham (, an Moosburg vorbei ;) ), bei der Schwester in Cham Mittagessen, und wieder zurück). Für's Wiederaufladen der Akkus reicht da die Zeit nicht. Aber auch für solche Touren sollte mir ein VM das Radfahren einfacher machen.
Cool auch Deine geteilten Erfahrungen aus der Praxis. Das hilft sehr.:) In der Tat bremsen wohl Stau und Ampeln in der Stadt 45er in der Rush Hour etwas aus.
Zu dem VM45-Projekt von Katanga gibt es etwas Informationen in einem kürzlichen Interview with Stephane Boving (Katanga) auf Youtube. Er wiederholt bisher bekannte Spezifikationen. Ich vermute, dass es bis zum fertigen Produkt noch etwas länger dauern wird, da er keinen direkten Prototypen zeigte.
 
Oh je ... du suchst die
"eierlegende Wollmilchsau"
Von mindestens Einem wirst du dich trennen müssen.
(oder dir ein 2tes VM holen)
;)

Kurz zu mir:
Ich fahre seit 6 Jahren und ca. 100.000km einen 45er Sunrider 2 und entwickle den SR3 (Sunrider 3).
Erst mit 500W Bafang / Rohloff, dann Nabenmotor 2kW - 4kW (72V, den habe ich aber nicht durch den TÜV bekommen) und jetzt einen 3kW (50V)

1. Zügiges tägliches Pendeln zur Arbeit, ca. 27 km einfach und "unverschwitztes" Ankommen am Morgen
2. Fahren im Stadtverkehr München vom Stadtrand ins Zentrum, ca. 12 km einfach
Dafür habe ich den SR3 entwickelt ... Haube aufschliessen, einsteigen, fahren, aussteigen, Haube abschliessen.

In der Stadt brauchst du Schub, sonst wirst du immer wieder und teils gefährlich überholt.
Mit dem 500W Bafang hatte ich in Bonn und Köln einige "nette" Situartionen, die mich zu "mehr Schub" gebracht haben.
Schon mit "nur" 2kW hatte ich in Städten deutlich weniger dieser "netten Situartionen".
Mit 4kW habe ich die Lücken nach einer Ampel hinter mir gezogen, aber auch mit 3kW werde ich in der Stadt nicht mehr überholt.

Ach ja ... schwitzen ... nur wenn du willst.
Ich habe mir bei -10° eine Sitzheizung eingebaut. :sneaky:
3. Wöchentlicher Lebensmittelgroßeinkauf am Wochenende, ca. 40-50 kg, ca. 3 km einfach
Wenn du nur 1x fahren willst ... vergiss ein VM.
Selbst beim SR3 werde ich die Version mit großen Kofferraum nur bis 20kg freigeben.

4. Freizeitfahrten im Münchner Umland, ca. 100 bis 180 km, Steigungen bis zu 20 - 24% (z.B. Mangfalltal)
Dafür würde ich zu einem 2ten (passenden) Fz raten , >20% verliert das HR bei einem VM die Haftung.

5. Langstreckenfahrten mit Übernachtung unterwegs
Besser nicht mit einem 45er, da hangelst du dich nur von Steckdose zu Steckdose.
Selbst mit meinem Reiseladegerät (1000W, ~80km in 90 Min, das können nur die wenigsten Akkus) nervt das, da ich spätestens nach 3 Stunden laden muss.
Dafür nimmst du besser ein HPV-VM, geht aber (passend programmiert) auch mit Pedelec-Antrieb.

Welche Geschwindigkeit kann man in der Ebene ohne Motorunterstützung z.B. über zwei Stunden halten?
Das kommt auf verschiedene Faktoren an.

Welcher Antrieb
einem großen Direkt Drive kurbelst du freiwillig nur ein paar Meter, mit einem Bafang sind auch lange Strecken ohne Akku möglich

Dein Trainigsstand
im Norden "ballern" einige in ihren Rennsemmeln (HPV) mit Spitzengeschwindigkeiten von fast 90km/h rum.
Aus der Ecke kommt dann auch sofort ... Bähh ... in einem VM braucht man keinen Motor.
Diese Jungs vergessen dabei gerne, dass sie nur in den seltensten Fällen täglich pendelen (passt halt nicht in Trainigsprogramm), häufig schon seit Jahrzehnten Rad und oder Liegerad (dafür braucht es min 1000km für die Umstellung) fahren und das sie an schlechten Tagen halt mit dem Auto fahren.

Welches Velomobil
Ich unterscheide zwischen Alltags VMs und Rennsemmeln
(wobei die Rennsemmelfraktion immer betont, dass ihre Kisten voll alltagstauglich seien ... na ja)

Die Rennsemmeln sind sehr leicht (16 - 23kg) und auf Speed ausgelegt, aber meiner Meinung nach für den Alltag nicht stabiel genug.
Die Alltags-VMs "halten auch mal nen Tritt aus" sind aber weder leicht noch schnell.

Ein VM fürs Pendeln muss seinen Fahrer mMn unter allen körperlichen Umständen an Ziel bringen können.
(Ein leerer Akku ist kein körperlicher Umstand, sondern Dummheit :sneaky:)

Welche Akkugröße / Ersatzakkus würdet Ihr empfehlen?
Den größten, den du kriegen kannst.
Alt werden die Dinger von alleine und du willst/musst deine 27km möglichst lange am Stück schaffen, sonst ist der Akku für dich nicht mehr nutzbar.

Wie lange ist die Ladezeit?
Am bessten für den Akku ist ... über Nacht (und dann groß genug, das man den ganzen Tag hin kommt).
Immer Schnellladen (oder darüber schwafeln, das man das doch tun müsste) tun nur Dummköpfe (oder Lobbyisten der Autoindustrie), da die Lebensdauer darunter leidet.
Können sollte es der Akku aber nutzen nur auf Reisen.

Gibt es für das Rücklicht einen blinkenden Modus, um die Sichtbarkeit zu erhöhen?
Geh weg damit ... damit erhöhst du nur die Genervtheit der Autofahrer hinter dir, die dich dann (grade im dunkeln) unter allen Umständen überholen wollen.
Alle mir bekannten L2e - Fz haben Motorradbeleuchtung ... reicht.
Blinken tun ausschliesslich Blinker.

Wie entspannt kann ich 45 km/h über ca. 27 km fahren?
Alles unter 30km fahre ich "auf einer Arschbacke", drüber wirds zäh.
Das kommt aber auch auf die Strecke an.
10km ohne Stop sind schon fast langweilig, 3km mit 10 Ampeln sehr nervend.
Meine alte 53km Pendelstrecke Hennef - Köln war eher nervend und für mich an der Grenze des täglich fahrbaren.

Gibt es Alternativen, die heute noch nicht am Markt sind? Ich könnte noch einige Jahre darauf warten, da der Umzug des Arbeitsplatzes noch dauern wird.
Als 45er gibt es die Leiba Hybrit (hast du ja schon gefunden), das Alleweder 6 (Akkurad.com) und es sieht danach aus, das es der SR3 dieses Jahr endlich in die Produktion schafft.
Aber auf den SR3 würde ich nicht unbedingt warten, der ist zum einen kompromisslos auf Pendler (Kofferraum, sehr wartungsarm, aber auch mehr Auto als Fahrrad) zugeschnitten und ... du verlierst jeden Monat bares Geld.

Nach der Anschaffung (ja, das können auch >15.000€ sein) habe ich nur noch alle 2 Jahre 3 Reifen und 3 Ketten, sowie ca. 5 - 10 € Strom im Monat an Kosten.
Rechnet man die 30 Cent (x 27km) und den nicht getankten Spritt dazu, hat man ein 45er VM nur übers Pendeln nach (bei 54km und den Spritspeisen) 3-4 Jahren bezahlt.

Und ... gönn dir von Anfang an eine gute Ausstattung, dann fährst du es gerne, öfter und musst bei jeder Tankstelle aufpassen, dass dir vom im Kreis grinsen, nicht der Hinterkopf abfällt. :LOL:

Gruß Jörg
 
Oh je ... du suchst die

Von mindestens Einem wirst du dich trennen müssen.
(oder dir ein 2tes VM holen)
;)

Kurz zu mir:
Ich fahre seit 6 Jahren und ca. 100.000km einen 45er Sunrider 2 und entwickle den SR3 (Sunrider 3).
Erst mit 500W Bafang / Rohloff, dann Nabenmotor 2kW - 4kW (72V, den habe ich aber nicht durch den TÜV bekommen) und jetzt einen 3kW (50V)



Dafür habe ich den SR3 entwickelt ... Haube aufschliessen, einsteigen, fahren, aussteigen, Haube abschliessen.

In der Stadt brauchst du Schub, sonst wirst du immer wieder und teils gefährlich überholt.
Mit dem 500W Bafang hatte ich in Bonn und Köln einige "nette" Situartionen, die mich zu "mehr Schub" gebracht haben.
Schon mit "nur" 2kW hatte ich in Städten deutlich weniger dieser "netten Situartionen".
Mit 4kW habe ich die Lücken nach einer Ampel hinter mir gezogen, aber auch mit 3kW werde ich in der Stadt nicht mehr überholt.

Ach ja ... schwitzen ... nur wenn du willst.
Ich habe mir bei -10° eine Sitzheizung eingebaut. :sneaky:

Wenn du nur 1x fahren willst ... vergiss ein VM.
Selbst beim SR3 werde ich die Version mit großen Kofferraum nur bis 20kg freigeben.


Dafür würde ich zu einem 2ten (passenden) Fz raten , >20% verliert das HR bei einem VM die Haftung.


Besser nicht mit einem 45er, da hangelst du dich nur von Steckdose zu Steckdose.
Selbst mit meinem Reiseladegerät (1000W, ~80km in 90 Min, das können nur die wenigsten Akkus) nervt das, da ich spätestens nach 3 Stunden laden muss.
Dafür nimmst du besser ein HPV-VM, geht aber (passend programmiert) auch mit Pedelec-Antrieb.


Das kommt auf verschiedene Faktoren an.

Welcher Antrieb
einem großen Direkt Drive kurbelst du freiwillig nur ein paar Meter, mit einem Bafang sind auch lange Strecken ohne Akku möglich

Dein Trainigsstand
im Norden "ballern" einige in ihren Rennsemmeln (HPV) mit Spitzengeschwindigkeiten von fast 90km/h rum.
Aus der Ecke kommt dann auch sofort ... Bähh ... in einem VM braucht man keinen Motor.
Diese Jungs vergessen dabei gerne, dass sie nur in den seltensten Fällen täglich pendelen (passt halt nicht in Trainigsprogramm), häufig schon seit Jahrzehnten Rad und oder Liegerad (dafür braucht es min 1000km für die Umstellung) fahren und das sie an schlechten Tagen halt mit dem Auto fahren.

Welches Velomobil
Ich unterscheide zwischen Alltags VMs und Rennsemmeln
(wobei die Rennsemmelfraktion immer betont, dass ihre Kisten voll alltagstauglich seien ... na ja)

Die Rennsemmeln sind sehr leicht (16 - 23kg) und auf Speed ausgelegt, aber meiner Meinung nach für den Alltag nicht stabiel genug.
Die Alltags-VMs "halten auch mal nen Tritt aus" sind aber weder leicht noch schnell.

Ein VM fürs Pendeln muss seinen Fahrer mMn unter allen körperlichen Umständen an Ziel bringen können.
(Ein leerer Akku ist kein körperlicher Umstand, sondern Dummheit :sneaky:)


Den größten, den du kriegen kannst.
Alt werden die Dinger von alleine und du willst/musst deine 27km möglichst lange am Stück schaffen, sonst ist der Akku für dich nicht mehr nutzbar.


Am bessten für den Akku ist ... über Nacht (und dann groß genug, das man den ganzen Tag hin kommt).
Immer Schnellladen (oder darüber schwafeln, das man das doch tun müsste) tun nur Dummköpfe (oder Lobbyisten der Autoindustrie), da die Lebensdauer darunter leidet.
Können sollte es der Akku aber nutzen nur auf Reisen.


Geh weg damit ... damit erhöhst du nur die Genervtheit der Autofahrer hinter dir, die dich dann (grade im dunkeln) unter allen Umständen überholen wollen.
Alle mir bekannten L2e - Fz haben Motorradbeleuchtung ... reicht.
Blinken tun ausschliesslich Blinker.


Alles unter 30km fahre ich "auf einer Arschbacke", drüber wirds zäh.
Das kommt aber auch auf die Strecke an.
10km ohne Stop sind schon fast langweilig, 3km mit 10 Ampeln sehr nervend.
Meine alte 53km Pendelstrecke Hennef - Köln war eher nervend und für mich an der Grenze des täglich fahrbaren.


Als 45er gibt es die Leiba Hybrit (hast du ja schon gefunden), das Alleweder 6 (Akkurad.com) und es sieht danach aus, das es der SR3 dieses Jahr endlich in die Produktion schafft.
Aber auf den SR3 würde ich nicht unbedingt warten, der ist zum einen kompromisslos auf Pendler (Kofferraum, sehr wartungsarm, aber auch mehr Auto als Fahrrad) zugeschnitten und ... du verlierst jeden Monat bares Geld.

Nach der Anschaffung (ja, das können auch >15.000€ sein) habe ich nur noch alle 2 Jahre 3 Reifen und 3 Ketten, sowie ca. 5 - 10 € Strom im Monat an Kosten.
Rechnet man die 30 Cent (x 27km) und den nicht getankten Spritt dazu, hat man ein 45er VM nur übers Pendeln nach (bei 54km und den Spritspeisen) 3-4 Jahren bezahlt.

Und ... gönn dir von Anfang an eine gute Ausstattung, dann fährst du es gerne, öfter und musst bei jeder Tankstelle aufpassen, dass dir vom im Kreis grinsen, nicht der Hinterkopf abfällt. :LOL:

Gruß Jörg
Hallo,

ich lese schon eine ganze Weile in verschiedenen Foren und komme mit meinen Anforderungen nicht wirklich auf einen Punkt.
Ich weiß nicht so recht, eine konkrete Frage weiß ich gar nicht zu stellen, ich schildere einfach mal meine Situation.
Ich bin schon über einige Beiträge von Dir gestolpert und das geplante SR3 könnte vielleicht etwas passendes für mich sein.

Ich wohne sehr ländlich. Habe einen Arbeitsweg von täglich zweimal ~30-35km (jeweils hin und zurück).
Diesen Weg bestreite ich zur Zeit mit dem privaten PKW, teilweise über Autobahn.

Ich suche schon eine Weile nach einer geeigneten Alternative für mich. Fahrrad fällt raus, da die Strecke für mich zu groß ist. Pedelec ebenso, aus identischen Gründen.
Fahrradwege gibt es bei uns sowieso nicht. Stadtverkehr ist für mich kein Thema.
Also könnte ein S-Pedelec schon eine Wahl sein.
Es gibt wohl auch relativ geeignete Land-Wege, zumindest laut Routenplaner. Allerdings mit einigen (starken) Steigungen.

In meinem Kopf schwirren folgende Gedanken:
-Das neue Fahrzeug soll mein PKW für den täglichen Pendlerweg ersetzen, zumindest einen Großteil im Jahr.
-Ein Sportgerät/Rennfahrzeug soll es nicht sein, eher zum "gemütlichen" Pendeln zur Arbeit.
-Aktuell benötige ich mit dem PKW pro Fahrt 30 Minuten. Diese Fahrt sollte sich in meiner Vorstellung nicht über 45-60 Minuten verlängern.
-Ich möchte gleichzeitig möglichst nicht sehr verschwitzt im Büro ankommen.
-Steigungen haben wir allerdings bei uns sehr viele und heftige noch dazu.
-Wetterschutz soll das Fahrzeug auch bieten.
-Außerdem benötige ich Platz für einen Rucksack.
-Ich selber bin sehr klein und schmal, bringe also kaum Gewicht mit. Allerdings auch nur mittelmäßige Sportlichkeit.

Irgendwie scheinen meine Anforderungen zum Scheitern verurteilt.
Ich bin noch nie ein Velomobil gefahren. Ich denke die ganze Zeit, ich müsste meine potentielle Velo-Arbeitsstrecke einmal Probefahren, mit dem potentiellen zukünftigen Fahrzeug. Allerdings ein 45 km/h Velomobil zu leihen, nur um die Strecke zu testen, scheint mir unmöglich. Hin- und Rücktransport bis zu mir nach Hause, ist aufgrund der Entfernung aller Händler wohl aussichtslos.
Und ein motorisiertes Velomobil kaufen, nur um dann festzustellen, dass es mir doch nicht auf dieser Strecke taugt, fühlt sich auch nicht richtig an.
Dann denke ich an den Gebrauchtmarkt. Dieser scheint aber leer gefegt.

Ich stecke also in meinen Gedanken fest und komme kein Schritt mehr voran :LOL:

Hier mal ein Streckenprofil was ein Routenplaner ausspuckt:
(morgens hin; abends zurück)

Also auf das SR3 warten? Alternativ scheint mir die Leiba Hybrid aber ebenfalls geeignet.
Manchmal kommt der Gedanke, dass meine Anforderungen nicht zu einem Velomobil passen. Aber zu welchen Fahrzeug passen sie sonst? Dann lande ich beim Thema "Twike" - diese sind für mich allerdings kaum erschwinglich.

Falls es nicht gewünscht ist, dass ich dieses Thema hier missbrauche, bitte ich dies zu entschuldigen. Meine Gedanken passten einfach gerade ganz gut zum zitierten Beitrag ;)
 
Ich denke die ganze Zeit, ich müsste meine potentielle Velo-Arbeitsstrecke einmal Probefahren, mit dem potentiellen zukünftigen Fahrzeug. Allerdings ein 45 km/h Velomobil zu leihen, nur um die Strecke zu testen, scheint mir unmöglich.
Neben der Leiba Hybrid mit MIttelmotor (dieses Forum) und SR3 (in naher Zukunft) kommt noch die Alleweder 6 TL45 von Akkurad (Schwäbisch Gmünd) in Frage, wenn Du zeitnah ein für größere Steigungen geeignetes 45er Velomobil kaufen / bestellen möchtest. Selbst wenn die Händler in der Nähe wären, hätten sie doch kein entsprechendes Modell zum Ausleihen vorrätig. Hilfsweise würde ich versuchen, in der Nähe einen Elektroroller mit 1,5-3 kW Leistung oder gar einen Elektro-Kabinenroller (Econelo oder Futura 2, auch mit 1,5-3 kW Leistung) auszuleihen und an Steigungen in ähnlicher Größenordnung wie an Deiner Strecke auszuprobieren. Das sollte dann ein Gefühl für die Fahrleistungen geben, (je nach Gewicht und Leistung Leiba Hybrid, Alleweder 6, SR3). Ich würde allerdings niemals auf ein Probesitzen und eine Probefahrt im Velomobil vom Händler verzichten, auch wenn es eine komplett andere Strecke sein wird und vielleicht keine Motorunterstützung eingebaut ist.
 
Neben der Leiba Hybrid mit MIttelmotor (dieses Forum) und SR3 (in naher Zukunft) kommt noch die Alleweder 6 TL45 von Akkurad (Schwäbisch Gmünd) in Frage, wenn Du zeitnah ein für größere Steigungen geeignetes 45er Velomobil kaufen / bestellen möchtest. Selbst wenn die Händler in der Nähe wären, hätten sie doch kein entsprechendes Modell zum Ausleihen vorrätig. Hilfsweise würde ich versuchen, in der Nähe einen Elektroroller mit 1,5-3 kW Leistung oder gar einen Elektro-Kabinenroller (Econelo oder Futura 2, auch mit 1,5-3 kW Leistung) auszuleihen und an Steigungen in ähnlicher Größenordnung wie an Deiner Strecke auszuprobieren. Das sollte dann ein Gefühl für die Fahrleistungen geben, (je nach Gewicht und Leistung Leiba Hybrid, Alleweder 6, SR3). Ich würde allerdings niemals auf ein Probesitzen und eine Probefahrt im Velomobil vom Händler verzichten, auch wenn es eine komplett andere Strecke sein wird und vielleicht keine Motorunterstützung eingebaut ist.


super, Danke für die Tipps und Alternativen.
Die Leiba Hybrid steht weiterhin recht weit oben auf meiner Liste.
Wobei mich der SR3 von @JKL tatsächlich sehr anlacht.
Alleweder6 hab ich auch auf dem Schirm. :)
GaloppE AZ scheint auch noch eine geeignete potentielle Alternative, da ebenfalls mit Kofferraum. Allerdings ohne Überdachung, wie es aussieht? Hm ...

Das e-Trike gefällt mir zwar auch gut, aber der fehlende Wetterschutz macht es eher uninteressant.
Aber das wird nun schon sehr Off-Topic hier, Entschuldigung dafür.

Ich werde auf jeden Fall mal ein paar Fahrzeuge antesten, ich denke da hast du absolut recht. Ohne eine Probefahrt geht es nicht. Vor allem da ich selber komplett unerfahren bin.

Das Streckenprofil mal mit einem vergleichbaren Kabinenroller zu testen, ist auch eine gute Idee (y)
 
  • Like
Reaktionen: JKL
Ich weiß leider auch im "weiteren Umkreis" keine Gelegenheit, die Leiba an längeren und steilen Anstiegen auszuprobieren - meine Anstiege sind selten länger als 1km/70 Höhenmeter, das steilste Stück hat 15% auf nicht mal 100m Strecke. Richtiges Passfahren würde ich mich nicht trauen - der Motor bekommt rauf bestimmt zu wenig Kühlung (dann müsste man evtl. die Leistung/Fahrstufe drosseln), bergab haben die Scheiben evtl. zu wenig Kühlung und könnten mangels Hitzschild das GFK "verstrahlen" (oder grillen).
 
  • Like
Reaktionen: JKL
Oben