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Tuningmaßnahmen auslesbar?

Dieses Thema im Forum "Bosch" wurde erstellt von Flachhügelfahrer, 13.03.2016.

  1. Hallo,

    wie sind eure Erfahrungen dazu, bei allen Tuningchips wird ja auf das Erlöschen der Garantie hingewiesen. Inwiefern kann der Händler Tuningmaßnahen auslesen und hat schon mal jemand Garantieleistungen verweigert bekommen? Habe vor mir das Asa- Modul zu holen.
     
  2. unsusi

    unsusi

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    Nun.... alle industriell gefertigten Antriebe, die irgendwie der Gesetzgebung entsprechen (25km/h-Unterstützung bei Pedelecs, 45km/h Unterstützung bei S-Peds, 45km/h fährt-von-selber bei e-Mopeds, etc.) sind verdongelt. Oder zumindest "closed source". Von daher ist es sehr wahrscheinlich, dass man seitens der Hersteller einen Manipulationsschutz eingebaut hat. Oder simple "Einbruchsdetektoren" (die gar nicht so simpel sein dürften). Weder das Vorhandensein noch das Nicht-Vorhandensein kann dir keiner garantieren.
    Es kommt halt auch drauf an, wie man die Software umgeht. Wenn man von außen einen kaputten Sensor simuliert oder einem Sensor einfach nur falsche Werte liefert, dann dürfte es der Hersteller oder Händler schwer haben, eine Tuningmaßnahme nachzuweisen. Kann man in etwa mit dem alten "Tuning" von KFZ vergleichen, als die Katalysatoren gerade in Mode kamen. Mit Kat = 120PS. Ohne Kat (einfach ausgebaut) = 150PS. Kat wieder eingebaut = 120PS. Nachweismöglichkeit des Herstellers: gegen Null. Allenfalls wurden im Fehlerspeicher Fehler aufgelistet, die auf einen Wackelkontakt am Kat hinwiesen.
    Dürfte bei den gängigen Antrieben genauso sein.

    Was man aber nicht vergessen sollte: der Materialverschleiß ist höher und die Akkus sind wesentlich schneller leer. Das Pimpen von Fahrrädern auf Moped-Niveau halte ich für sinnfrei. Kann man mal machen, um es auszuprobieren. Aber dauerhaft (nicht nur wegen der rechtlichen Situation) würde ich lieber auf etwas mit Nummernschild zurückgreifen. Da könnte sich das Tunen noch wesentlich mehr lohnen - inklusive Versicherungsschutz.

    Letztendlich musst Du halt wissen, was Du willst: ein Fahrrad tunen und damit auch die rechtlichen und gewährleistungstechnischen Auswirkungen ausbaden oder einfach alles so lassen. Es geht nicht alles ;)
     
  3. Hallo unsusi,

    mir geht es nicht darum wie ein Affe durch die Gegend zu rasen sondern darum bei entsprechenden Verhältnissen die völlig unsinnige 25km/h Grenze etwas zu strecken. Ich bin bisher mit einem Eigenbau auf diese Art unterwegs und weiss was ich tue und verantworten kann. Da mir dieser Nabenmotor nicht für alle Belange ausreichend ist habe ich mir ein sehr günstiges Boschrad gekauft. Da arbeiten ja alle Tuningchips mit einer Manipulation der raddrehzahl um niedrigere Geschwindigkeiten vorzutäuschen. Nun gibt es den hinweis der hersteller das bei Einsatz die garantie erlischt, andernseits aber auch das der gebrauch nicht auslesbar wäre, ich habe aber auch eine Aussage das solche Manipulationen beim Auslesen entdeckt wurden.
    Wäre schön wenn jemand Erfahrungen damit posten könnte
     
  4. Reinhard

    Reinhard Team

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    Hoffentlich ... Deine Frage erübrigt sich dann eigentlich auch.
     
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  5. WolArn

    WolArn

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    @Flachhügelfahrer,

    ich weiß aus eigener Erfahrung, daß man das benutzen eines Badass per Diagnose bei einem Bosch-Händler nicht nachweisen kann.
     
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  6. Jens72

    Jens72 Guest

    @WolArn,

    ist das so? Mein defekter Akku Bosch Powerpack 400 liegt beim Händler - fahre derzeit mit dem Zweitakku. Bosch möchte nun das Protokoll haben - was sagt man denn zu den im Verhältnis vielen Ladezyklen?
     
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  7. mickyxxx

    mickyxxx Guest

    Hi zusammen,

    Bin gerade auch am überlgen welches Modul ich holen soll, bzgl Garantieverlust o.ä.

    Im Grunde gibt es ja nur 2 Arten des Tuning.
    1) Ein Modul halbiert die Geschwindigkeit ab 25 kmh und man hat somit falsche Werte
    2) Das Modul greift richtig in die Elektronik ein und zeigt dann aber komplett richtige Werte an.

    M.m. nach müsste doch wenn überhaupt nur die erste Variante nicht nachweisbar sein bei einer Diagnose, da die Elektronik ja einfach nur denkt man fährt langsamer.
    Die 2te Variante dagegen ist doch bestimmt nachweisbar. Immerhin sieht, bzw erkennt die Elektronik / Diagnose ja, dass eine Unterstützung über 25kmh stattgefunden hatte. Somit dürfte es bestimmt Probleme geben, wenn man die Garantie in Anspruch nehmen möchte.

    Also entweder falsche Werte, dafür aber kein Garantieverlust oder richtige Werte und evtl. Probleme mit der Garantie. dem Motor schadet im Grunde das Tuning ja überhaupt nicht! Er unterstützt ja gleich. Im Grunde ist ja auch eine hohe Unterstützung bei langsamer Fahrt belastender für den Motor als umgekehrt.

    Ich hatte ja eigentlich vor das bikespeed RS Modul zu kaufen. Nur jetzt denke ich halt echt dass ein halbierer Modul besser ist wegen eben den Gründen.
    Was sagt Ihr dazu?

    Weiss jemand denn ob wenigstens noch die Akku-Reichweite stimmt bei so einem Halbierer-Modul ?
    Denn mit falscher Geschwindigkeit,Gesammt KM, könnte ich noch leben. Nur nicht zu wissen wann der Akku schlapp macht, ist natürlich Mist!
    Jemand ne Idee?

    gruss
     
  8. WolArn

    WolArn

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    Hallo,

    und was ist, wenn man mit Unterstützung den Berg mit 60 km/h herunterrast?
    Bei mir im Diagnosebericht vom Display wurden nur die aktuellen Daten nach dem letzten Reset unter "Bordcomputer-Informationen" aufgeführt, u.a. eine gespeicherte Höchstgeschwindigkeit von 27,8 km/h.

    Mit dem Halbierer-Modul wird Anfangs nach einem Reset die korrekte Reichweite angezeigt. Die Reichweitenangabe ändert sich aber schlagartig sobald man ein paar Hundert Meter gefahren ist. Muß aber auch so sein, eben weil der Verbrauch höher ist. Man sieht aber auch gut an den Balken wie voll der Akku noch ist, und wenn man Unterwegs mal ein Reset macht, sieht man wieder einen aktuellen Reichweitenwert.

    Weil ich mit dem Badass nicht mehr fahren möchte, eben weil damit die falschen Werte angezeigt werden, und man dieses Modul am Rad sehen kann, habe ich mir diesen Tuning Speedchip besorgt. Der Händler schreibt u.a. dazu: "der Speedchip kann jederzeit entfernt und das e-Bike in den Originalzustand zurück versetzt werden, ohne dass die Modifikation nachweisbar ist. Das Tuning ist für das original Bosch Diagnostic-Tool nicht auffindbar".
    Ich habe das Teil aber noch nicht eingebaut.

    Ich hatte eine Diagnose machen lassen, weil ich mir einen gebrauchten Akku gekauft hatte, und mal wissen wollte, ob der in Ordnung ist. Den Badass hatte ich für die Diagnose natürlich wieder entfernt. Der Händler meinte, alles ist ok.
    Im Power Pack Protokoll wurde die Spannung, die Temperatur, der Ladezustand, und die Anzahl der vollen Batterieladezyklen von 19,7 angezeigt.
    Unter "Vom Motor verbrauchte Energie (aufgeschlüsselt nach Assistenz-Modus)" steht bei Turbo 34%, Sport 2%, Tour 53% und Eco 11%, bzw. im Drive Unit Protokoll unter "Informationen über Lebenszeit" Eco 204,5 km, Tour 526,7 km, Sport 14, 3 km und Turbo 217,8 km.
    Diese Werte stammen aber vom originalen Akku, eben weil ich mit dem gebrauchten bis dahin nur wenig gefahren bin.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.11.2016
  9. mickyxxx

    mickyxxx Guest

    Na ja, ohne Tuning rast man ja eben NIE "mit" Motorunterstützung über 25kmh, sondern wenn nur mit eigener Kraft.
    Mein Gedanke war halt, dass so eine Diagnose auslesen kann, wenn eine "Motorunterstützung" "über" 25kmh stattgefunden hat.
    Die Frage ist halt, ob so eine Diagnose nur die reine Geschwindigkeit ausließt oder aber auch die dazugehörige Motorunterstützung.
     
  10. user78

    user78

    Beiträge:
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    München
    @WolArn,

    wie sind deine Erfahrungen mit dem Speedchip? Wie „gut“ lässt sich Manipulation in der Diagnosesoftware nachweisen?
     


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